Reinigung RSA

Grundlehrgang
„Gewerbliche Reinigung von Schießständen“


Staatliche Anerkennung vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz,
Saarland, Az.: 7232-0210#0010 vom 31. Oktober 2019


Zielgruppe für diese Reinigungsarbeiten sind gewerbliche Reinigungsunternehmen (§ 7 Erlaubnis und Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG).
Nach der Schießstandrichtlinie (BMI vom 23.07.2012) und dem Sprengstoffgesetz fällt das Reinigen von Schießanlagen unter dem Bereich des Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen und stellt somit eine erlaubnispflichtige Tätigkeit dar.
Dazu zählen das Reinigen der Zu- und Abluftanlagen sowie das Entfernen von Ablagerungen durch Treibladungspulverresten an Wänden und Boden.

Im Rahmen des Lehrgangs können die Teilnehmer nach bestandener Prüfung ein Zeugnis erlangen, das Sie berechtigt einen Befähigungsschein nach § 20 Sprengstoffgesetz bei ihrer zuständigen Behörde zu beantragen. Der Befähigungsschein nach § 20 SprengG ist erforderlich, um Reinigungen in Raumschießanlagen wie zum Beispiel bei der Polizei, Bewachungsunternehmen oder Schützen- und Jagdvereinen durchführen zu dürfen. Ein Befähigungsscheininhaber muss bei den Reinigungsarbeiten permanent zugegen sein und die Arbeiten beaufsichtigen und überwachen. Er gewährleistet den fachgerechten Umgang mit den Treibladungspulverresten im Sinne des SprengG und die Reinigungsart nach der Schießstandrichtlinie vom BMI.
Der Lehrgangsteilnehmer erfährt das mögliche Unfallgeschehen von Schießstandbränden, die erforderliche Gesetzeslage, die Arten von Treibladungspulver und deren Eigenschaften, die gesetzlichen Arten und Verfahren der Reinigung, das praktische Abbrennen von Treibladungspulverresten und den Umgang mit Blei bei der Reinigung von Geschossfängen.


Zulassungsvoraussetzung:
gemäß § 34 Abs. 1 und 2 sowie § 35 Abs. 1 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Nr. 1 und 2, Buchstaben b und c des Sprengstoffgesetzes (SprengG):
• Unbedenklichkeitsbescheinigung von der für die Erteilung der Erlaubnis / des Befähigungsscheines zuständigen Behörde (Gewerbeaufsichtsamt oder Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz), deren Ausstellung zu Lehrgangsbeginn nicht älter als 12 Monate zurückliegen darf;
• Vollendung des 21. Lebensjahres;
• Persönliche Eignung (wird von der zuständigen Behörde geprüft).

Lehrgangsinhalte:
Die Lehrgangsdauer beträgt zwei Tage, sie umfasst insgesammt 15 Lehreinheiten (LE) von je 45 Minuten Dauer. Der Lehrgang wird in deutscher Sprache abgehalten.

1. Ausbildungstag
• Rechtsgrundlagen und berufsgenossenschaftliche Bestimmungen
• Waffenrecht
• Gefahrgutrecht
• Arbeitsschutz
• Umweltrecht
• Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
• Zivilrecht – Haftungsfragen
2. Ausbildungstag
• Planung und Durchführung der Schießstandreinigung
• Aussprache und Besprechung von Unfällen und Vorkommnissen
• Praktische Übungen in der arbeitssicheren Handhabung von Treibmittel
• Praktische Prüfung im Abbrand von Schwarzpulver und Nitrozellulosepulver
• Schriftliche Prüfung

Abschluss:
Mit der Teilnahme am Lehrgang „Grundlehrgang für die Reinigung von Schießanlagen einschließlich Vernichten von Treibladungspulverrückständen“ und der erfolgreich bestandenen schriftlichen Prüfung erhält der Lehrgangsteilnehmer ein Zeugnis über die Teilnahme an einem staatlich anerkannten Lehrgang nach § 32 der 1. SprengV.

Lehrgangsort:
Pirminiusstr. 58
66453 Gersheim-Walsheim

Lehrgangskosten:
Kategorie 1: 950,00 EUR zzgl. 19 % MwSt.
Kategorie 2: 1.700 EUR zzgl. 19% MwSt.
jeweils incl. Umfangreichen Lehrgangsmaterial, Prüfungs- und Dokumentengebühr sowie Getränke.


Termine:

Kategorie 1:
Zwei Werktage. Gruppenausbildung. Festlegung der Wochentage nach Vereinbarung.

Kategorie 2:
Zwei Tage. Einzelausbildung. Festlegung der Lehrgangstage nach Vereinbarung.

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Anmeldung: Formular: Reinigung RSA

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